Malena - Hommage an eine arabische Stute
*dieser Beitrag enthält werbende Inhalte* Vielen Dank an den Autor für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares
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Rezension: “Malena – Hommage an eine arabische Stute” von Helmut Dillmann

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In Helmut Dillmanns Buch „Malena – Hommage an eine arabische Stute“* begleitet der Leser Malena („Die Geliebte“) durch eine Vielzahl an Geschichten. Wie ein ewiger Geist führt Malena ihn durch die Zeit, einmal befinden sie sich im von England besetzten Palästina und dann wieder im Deutschland von heute.

Bei dem Buch handelt es sich um eine Art Kurzgeschichtensammlung, die allerdings durch einfühlsame Gedichte, persönliche Briefe, wunderschöne Bilder der Fotografin Julia Moll und eindrucksvolle Zeichnungen von Elke Schimanietz ergänzt wird. Abgerundet wird das Ganze durch eine Abbildung von Malenas Pedigree und dem ihrer Verwandten, denn im Gegensatz zu den meisten Geschichten sind Malena und einige der anderen handelnden Pferde keine Fiktion, sondern wirklich im Besitz des Autors.

Fast magisch schildert der Autor die Geschichten und immer schwingt die tiefe Liebe zum Araber mit. Wie wichtig diese Pferde für Helmut Dillmann sind und auch, dass er ein wahrer Pferdemensch ist, spürt der Leser auf jeder Seite. Trotz einiger Details, die vielleicht nur für Pferdemenschen wirklich klar sind, ist das Buch ganz sicher auch für jeden Nichtreiter, der die Liebe zu diesen wunderschönen Pferden teilt, geeignet.

„Du sitzt da, riechst dein Pferd und hörst das Zermalmen des Heus. Das war für mich immer Musik in meinen Ohren. Jahrzehnte später, als alle Rock `n` Roll gehört und wilde Partys feiern wollten, da habe ich bei meinen Pferden im Stall gesessen oder war mit ihnen zusammen auf der Weide, habe ihnen einfach nur zugesehen oder im Gras gelegen und ein Buch gelesen. Vaters Geschenk hatte mein Leben ein für allemal verändert. Für mich gab es nur noch Pferde.“

— “Malena – Hommage an eine arabische Stute”, S. 25

Die erzählten Geschichten lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen, die einzige Verbindung zwischen all diesen Erzählungen ist Malena (tlw. auch ein anderer Araber). Die Länge der Geschichten variiert zwischen wenigen Zeilen und mehreren Seiten. Auch wenn es eigentlich ein typisches Merkmal von Kurzgeschichten ist, hätte ich mir in manchen Geschichten doch ein abgeschlossenes, statt einem offenen Ende gewünscht. Denn bei mir blieben an einigen Stellen doch Fragen ungeklärt.

Alles in allem ist „Malena – Hommage an eine arabische Stute“ ein wirklich außergewöhnliches Pferdebuch fernab jeglicher Ponyhof- oder Wild-West-Szenen, sondern einzig und allein gezeichnet von der Liebe zum arabisches Pferd. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung für jeden, der sich auf eine magische Reise zu Pferd begeben möchte.

Diese Rezension bezieht sich auf folgende Ausgabe:

ISBN 978-3-946732-38-9 | 14,90 € (D) | 1. Auflage, März 2017 | Spica-Verlag

Weitere Bücher des Autors:

„Ein praktischer spiritueller Weg zu Pferd“, 2015,

BAA Ahab – Hommage an einen Vollblutaraberhengst“, 2015

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